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Rückführung eines Kindes in seine Familie

Zunehmend wird es nun von Tag zu Tag heißer in Nepal und die Temperaturen näher sich den tropischen an. Eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Tage aus der Wohngruppe ist, dass wir Manoj wieder in die Wohngruppe aufnehmen konnten und mit ihm auch Biju als ein neues Mitglieder unseres Kinderhauses begrüßen durften. Da kürzlich das neue Schuljahr begonnen hat und beide Kinder den Wunsch geäußert haben in die Schule zu gehen blieb nicht viel Zeit eine passende Schule zu finden. Prinzipiell besitzen Straßenkinder in Nepal einen recht schlechten Ruf, welcher es erschwert eine passende Schule oder Ausbildungsstätte für diese zu finden. Die Schulsuche für Biju und Manoj war jedoch mit Glück verbunden und die Dorfschule in Naikap, der Ort in dem sich die Wohngruppe befindet, zeige sich kooperativ. Somit konnten wir dort die beiden Kinder vor 10 Tagen in die Schule einschreiben. Das ganze Prozedere war natürlich von beiden Seiten mit viel Aufregung verbunden. Die Aufregung der Kinder bestand primär darin neue Kinder kennenzulernen, Schulbücher zu kaufen und nun jeden morgen stolz die Schuluniform anzuziehen. Die Aufregung der Betreuer war auf die Sorge zurück zu führen, dass den Kinder die Schule nicht zusagen könnte und diese sofort wieder aufgeben. Bisher verläuft jedoch zumindest alles zu einer allgemeinen Zufriedenheit und Manoj und Biju haben sich nun schon 5 Mal morgens auf den Weg zur Schule gemacht und sogar schon ein bisschen was in Mathe und englisch gelernt.

Ein weiteres positives Ereignis aus der letzten Woche ist, dass Bikash sich dazu entschieden hat zurück zu seiner Tanten und seinen Onkel zu ziehen. Bikash verlor seine Eltern bereits in seiner Kindheit und wuchs deshalb vorwiegend bei seiner Tante und seinem Onkel auf.

Vor drei Jahren verließ er seine Tante und seinen Onkel und traute sich als Stigmatisiertes Straßenkind in all den Jahren nicht zu diesen zurück zugehen. Die Mitarbeiter der Wohngruppe begleiteten Bikash bei seinem ersten Besuch seiner Familie. Danach ging er  jeden Samstag alleine zu diesen. Bei seinem letzen Besuch hat er sich dazu entschieden  wieder bei seiner Familie zu wohnen und in dem Familienunternehmen seines Onkels zu arbeiten. Natürlich stehen trotzdem zu jeder Zeit unsere Türen für Bikash offen und auch werden wir ihn weiterhin in schwierigen Angelegenheiten begleiten und unterstützen.

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Eine turbulente Zeit

Bikash arbeitet in einer KFZ- Werkstatt

Bikash arbeitet in einer KFZ- Werkstatt

Die Mitarbeiter der Wohngruppe haben in der letzten Zeit sehr intensiv mit den Kindern in Richtung Jobsuche, in der Begleitung bei Familienbesuchen und familiären Angelegenheiten und persönlichen Konflikten zusammen gearbeitet. Diese intensive Zusammenarbeit und Konfrontation mit verschiedenen Problemen hat beide Seiten viel Anstrengung gekostet.
Alle Kinder sind relativ unterschiedlich mit dieser Anstrengung umgegangen. Somit ging der ein oder andere durchaus positiv gestärkt aus den verschiedenen Situation heraus und  im Kontrast dazu hatte manch einer große Probleme sich überhaupt auf die kleinsten Überlegungen und Problemlösungsversuche einzulassen. Zunehmend zeichnete sich aus, dass die Gefahr besteht, dass die Gruppe wie sie am Anfang in das Haus gezogen ist, sich spalten würde. Unsere Mitarbeiter setzten alles daran die Kinder zu motivieren, die immer größere Probleme zeigten, sich auf das Leben in der Wohngemeinschaft einzulassen und einige Stunden am Tag eine Ausbildung zu besuchen. Leider gelang dies nicht mit allen Kindern und drei Kinder habe am letzten Freitag das Haus verlassen.
Alle fünf Kinder, die in der Wohngruppe geblieben sind haben sich dadurch noch mal konkret gegen das Leben auf der Straße entschieden. Zwar sind wir auch ein wenig traurig, dass die anderen Kinder das Haus verlassen haben und trotzdem freuen wir uns auch sehr, dass die gebliebenen Kinder mittlerweile so stark sind. Das Selbstvertrauen, welches diese Kinder bisher entwickelt haben und die Kraft mit der sie der Herausforderung, nach der langen Zeit, die sie auf der Straße verbraucht haben doch noch ein anderes Leben zu wagen entgegen treten, beeindruckt uns enorm. Alle Kinder, die momentan in Naikap leben besuchen nun tagsüber eine Ausbildung außerhalb des Hauses und haben begonnen einen Sinn darin zu sehen sich zu qualifizieren und sich selbst etwas zu zutrauen. Dadurch, dass die Kinder tagsüber außer Haus sind hat sich für uns und unsere Mitarbeiter eine neue Chance ergeben unsere Straßenarbeit mit den restlichen Kindern von Thamel zu erweitern. Dazu wird nun ein neues Konzept, welches vor allem den Verbindungsaufbau zwischen den Kindern und den Eltern der Kinder und eine Reintegration in die Familie darstellt, verfolgt. Durch die Arbeit in der Wohngruppe, die auch auf die Kontaktaufnahme mit den Verwandten hinauszielt wurde noch mal deutlich wie wichtig es ist die Familie in die Arbeit mit einzubeziehen. Wir sind uns sicher, dass es für mache Kinder die Möglichkeit gibt wieder zu ihrer Familie zu finden, wenn dies in einem guten Maße von unseren Mitarbeitern begleitet wird. Die Reintegration eines Kindes in die Familie wird in jedem Falle mit der Vermittlung des Kindes in eine Ausbildung und einer konstanten Begleitung einhergehen.
Leider gehörte auch Manoj über welchen wir beim letzten Mal berichtet haben zu den Kindern, die das Haus verlassen haben. Momentan befinden wir uns auf der Suche nach einer Familie für Manoj, da wir der Meinung sind, dass dieser zurzeit sehr viel Aufmerksamkeit braucht und dies in einer Wohngemeinschaft, aufgrund der Gruppenhierarchie, nicht in dem Maße möglich ist wie in einer Familie.
Zum Ende dieses Artikels möchten wir Euch darüber informieren, dass wir (Stephanie Theis und Leonie York) uns von Juni bis September in Deutschland befinden werden, um Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und hoffentlich so viele Spendengelder zu sammeln, dass wir im Oktober eine zweite Wohngemeinschaft eröffnen können. Gerne nehmen wir Vorschläge zum Thema Fundraising entgegen. Wenn Sie einen privaten Termin bezüglich Informationen über das Projekt oder der Übernahme einer Patenschaft erhalten möchten schreiben Sie uns bitte eine Email. Sie werden in dem Falle über unseren Blog über diverse Informationsveranstaltungen informiert.

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Neues Kind aufgenommen

Manoj- 9 Jahre alt

Manoj- 9 Jahre alt

Wie zuvor bereits erwähnt befinden wir uns immer noch in einem guten Kontakt mit den Kindern, die noch in Thamel auf der Straße leben. Circa zwei Mal die Woche treffen wir uns mit diesen zum sprechen und zum Tee trinken. In diesem Zusammenhang haben wir auch den einen oder anderen Arztbesuch in der letzten Zeit begleitet. Des Weiteren versuchen wir auch weiterhin individuell mit diesem Kindern Zukunftspläne zu entwickeln. Bei den verschiedenen Treffen ist uns in der letzten Zeit vor allem der miserable Zustand von Manoj aufgefallen. Vielleicht erinnert ihr euch an diesen. Manoj war eines der Kinder, welches wir zu Beginn unserer Straßenarbeit in diesem Jahr vorgestellt haben. Es war erschreckend für uns zu sehen wie sich sein Zustand in der letzten Zeit rapide bis zu einem sehr gefährlichen Stadium verändert hat. Nach einer Teambesprechung mit unseren Mitarbeitern haben wir uns dazu entschieden ihn als eine Art Notfall in die Wohngruppe aufzunehmen. Wir hoffen sehr, dass er bald wieder auf die Beine kommt und die Kraft findet in der Wohngemeinschaft zu bleiben und einem neuem Leben eine Chance zu geben.

Weitere Entwicklungen aus der Wohngruppe sind:
3 Kinder haben sich nun dazu entschieden die Schule zu besuchen.
Diese Kinder schreiben heute einen Schultest, der zeigt in welche Schulklasse, das jeweilige Kind einzuordnen ist. Des Weiteren wird in der kommenden Zeit ein Kind eine Lehre als Koche beginnen und zwei weitere Kinder ein Praktikum in einer Autowerkstatt absolvieren.

Lions Club SiegenLions Club Kreuztal

Veranstaltungstip: Der 5te Lions- Activity- Lauf steht vor der Tür. Am 15.05 ist es soweit und das Nepal Extrem Team tritt für OneLoveOneWorld e.V. auf der Eisernhard an.

Die Hälfte des Erlöses kommt dem Verein zu Gute und somit den Straßenkindern in Kathmandu. Vielen Dank an die Veranstalter und alle die uns unterstützen!

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Aufregende erste Zeit

Lunge röntgen beim medizinischen Check Up

X-Ray

Auch nach dem ersten Tag konnten es die Kinder kaum fassen, dass sie nun die Möglichkeit haben das Haus in Naikap ihr eigenes Zuhause zu nennen. Emsig wurde nach der Ankunft in dem Haus über die Zimmeraufteilung diskutiert und die Umgebung um das Haus herum erkundet.
Die ersten gemeinsamen Tage in dem Haus wurden vor allem durch Sport-, Bastelaktivitäten und viele Gruppen und Einzelgespräche gefüllt. Einigen Kindern fiel es vor allem auf Grund des Drogenentzugs, durch den sie gehen mussten und dem extremen Wechsel von dem Leben auf der Straße zu dem Leben in der Wohngruppe hin, ein wenig schwer durchgehend an den Aktivitäten teil zu nehmen. Uns war es jedoch lediglich wichtig, dass sich keine Kinder von der Gruppe abspalten und somit nahm sich das ein oder andere Kind zu unserer Gutheißung auch zwischen durch mal eine Pause und beobachtete bloß die Vorgänge um sich herum oder nahm ein Nickerchen.

Nach nun über zwei Wochen, die die Kinder ohne Klebstoff verbracht haben, kann davon geredet werden, dass diese „clean“ sind. Alle Kinder sind in dieser Zeit durch die gesunde Ernährung, die sportlichen und geistigen Aktivitäten und die geregelten Ruhezeiten gut zu Kräften gekommen. Zudem hat ein Gesundheitscheck, der bei allen Kindern gemacht wurde, zu unserer großen Erleichterung gezeigt, dass kein Kind größere gesundheitliche Probleme hat.

Auflärung über die Folgen von Klebstoffkonsum

Aufklärung über Drogenmissbrauch und Folgen

Die allgemeine Grundstimmung in dem Haus ist sehr positiv und somit wird sich in jeder Hinsicht sehr gut gegenseitig unterstützt. Hat ein Kind mal einen schlechten Tag, stehen die andere Kinder immer helfend zur Seite und auch der Kontakt der sich zwischen den Kinder und den nepalesischen Mitarbeitern aufgebaut hat, ist bemerkenswert schnell gereift. Um die Talente und das Interesse der einzelnen Kinder angemessen zu fördern haben die Kinder die Chance bekommen verschiedenen Aktivitäten zu wählen, den sie nach gehen wollen. Daraus hat sich nun ergeben, dass an Dienstagen und an Donnerstagen ein Breakdance Lehrer, montags und mittwochs ein Gitarrenlehrer und freitags ein Jogalehrer kommt, um die Kinder zu unterrichten. Außerdem haben wir gemeinsam begonnen die Wände des Hauses von innen anzumalen, was allen großen Spaß bereitet hat.
Um den Kinder von Beginn an eine geregelte Struktur zu geben, wurde auf unserer letzten Teamsitzung von den Mitarbeiter von OneLoveOneWorld beschlossen, dass die Kinder so schnell es geht nach ihren Interessen an eine Praktikumsstelle oder eine Schule vermittelt werden. Die Interessen der Kinder sind sehr unterschiedlich und zeigen noch mal auf, wie wichtig es ist individuell mit den Kindern zu arbeiten und für jedes einzelne Kind nach einer optimalen Ausbildungsmöglichkeit zu suchen. Beginnen werden die Kinder mit dem Praktikum oder dem Besuch der Schule in ungefähr 2 Wochen. Um die Kinder von vorher herein nicht zu überfordern werden diese in der Anfangszeit 5 Tage in der Woche cira für 2-4 Stunden die Praktikumsstelle oder die Schule besuchen.
Trotz der Eröffnung der Wohngruppe haben wir versucht unsere Straßenarbeit fortzusetzen.
Um noch mehr Kindern in Nepal so schnell wie Möglich zu helfen und eine weitere Wohngruppe zu eröffnen brauchen wir weiterhin große Unterstützung aus Deutschland.

Jeder Cent, den Sie spenden, kommt zu 100% bei den Kindern in Nepal an und ermöglicht diesen ein menschliches Leben mit Zukunft beginnen und führen zu können.

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Die Kinder haben ein Zuhause- Der Einzug!

DSC_1529Wir sind wieder zurück!

Wie zuvor angekündigt haben wir das Wochenende zusammen mit den Straßenkindern und dem potenziellem Personal in Nargarkot verbracht.

Als wir uns am Freitagmorgen mit den Kindern in Thamel trafen, warteten nicht sechs Kinder an dem zuvor abgemachtem Treffpunkt, sondern sieben. Saroj, der ungefähr seid 3 Monaten ein Mitglied der Thamelgruppe ist, bat uns darum auch mitzudürfen. Da wir ihn auch zuvor schon als potenziellen Kandidaten ins Auge gefasst hatten, jedoch auf eine Reaktion seinerseits gewartet hatten, entschieden wir uns dazu auch dieses Kind mit nach Nargarkot und anschließen in die Wohngruppe mitzunehmen.

Das Wochenende ist insgesamt sehr positiv verlaufen. Die Gruppe von Kindern, die wir ausgewählt hatten und die sich dazu entschieden hat die Straße zu verlassen, harmonisierte außergewöhnlich gut. Alle Kinder nahmen motiviert an verschiedenen Angeboten, die wir mit den potenziellen Mitarbeitern aufgestellt haben, teil. Auch die Mitarbeiter gaben ihr bestes und versuchten mit den Kindern in Kontakt zu kommen und die ersten Beziehungen aufzubauen. Durch verschiedene Gespräche mit den Mitarbeiter und den Kinder und geleitet durch unsere Beobachtungen, haben wir uns am Ende des Trips für zwei Personen entschieden, die von nun an in der Wohngruppe arbeiten.

Die erste Person ist Herr Rajan Kumar Kadka.

Dieser ist graduierter Sozialarbeiter und Soziologe und war bis vor Kurzem einige Jahre als Lehrer tätig. Mit seinem offenen Verhalten den Kindern gegenüber und seinen zahlreichen Ideen zu unserem Konzept begeisterte er uns vom ersten Moment an.

Die zweite Person ist Herr Rabin Shresta, welcher ebenfalls graduierter Sozialarbeiter ist. Dieser arbeitete 9 Jahre lang mit psychisch Kranken Menschen in England zusammen. Auch Herr Shresta zeigte ein gutes Verständnis bezüglich der Zielgruppe und es gelang ihm sehr schnell den Kontakt mit den Kindern aufzubauen. Sowohl die Zusammenarbeit mit Herrn Shresta als auch mit Herrn Kadka stieß auf fruchtbarem Boden und bewies noch einmal die Professionalität der beiden

Am Sonntagnachmittag machten wir uns gemeinsam mit Herrn Kadka, Herrn Shresta und den Kindern auf den Weg zu deren neuem Zuhause in Naikap.

Die Kinder waren von der ersten Sekunde an begeistert von dem Haus. Wir hatten den Eindruck, dass die Kinder sich sofort mit verantwortlich für das Haus und einem gutem Zusammenleben in diesem fühlten. Nach dem ersten gemeinsamen Essen spülte jedes Kind seinen eigenen Teller ab und anschließen putzten alle Kinder zusammen die Küche. Auch die erste Nacht im neuen Heim verlief positiv und die Kinder starteten motiviert an diesem Morgen in den Tag. Der erste Morgen füllte sich zum einen durch das gemeinsame aufstellten von Hausregeln und einen täglichen Tagesplan und zum anderen durch einen Spaziergang in der Umgebung und anschließendem Fußball spielen. Wir freuen uns darauf in der nächsten Zeit mehr über die Entwicklungen in der Wohngruppe zu berichten und euch die Kinder und das Personal näher vorzustellen.

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Wir haben ein Haus gefunden!

House in Naikap

House in Naikap

Endlich können wir euch die freudige Nachricht überbringen, dass wir ein Haus für die
Wohngruppe für Strassenkinder gefunden haben. Das Haus befindet sich im Kathmandutal, hat
sechs Räume, einen tollen Garten und ist umgeben von wunderschöner Natur.

In der letzten
Zeit hat sich durch unsere Anwesendheit und dadurch, dass sich die Kinder immer bewusster
wurden, dass sie durch uns eine Chance bekommen können die Straße zu verlassen, viel in
der Gruppe verändert. Die Veränderung zeichnet sich vor allem im Sozialverhalten aus,
welches enorm zum Ausdruck bringt, dass die Kinder uns bewusst und individuell beweisen
wollen, dass sie den Willen und die Motivation haben die Straßen zu verlassen. Daraus
resultierend sind nun sechs Kinder an uns herangetreten und haben den Wunsch geäußert in
die Wohngruppe zu ziehen. Wir sehen in allen Kindern das Potenzial und möchten ihnen aus
diesem Grund auch die Chance geben, das Leben in der Wohngruppe auszuprobieren. Somit ist
eine weitere Neuigkeit, dass anstelle der geplanten vier Kinder nun sechs Kinder in die
Wohngruppe ziehen. Um diesen sechs Kindern in gleichen Maßen gerecht zu werden wie den
vorher anvisierten vier Kindern, werden wir einen Koch einstellen, der neben seiner
eigentlichen Tätigkeit auch darüber hinaus noch Zeit mit den Kindern verbringt.
Durch weitere Vorstellungsgespräche haben wir eine Person gefunden, die ideal für diesen
Posten scheint. Auch die anderen sieben potenziellen Mitarbeiter stehen nun fest. Ganz zu
Beginn unseres Aufenthaltes hier haben wir schon einmal erwähnt, wie die weitere Auswahl
der Mitarbeiter von statten gehen soll. Hier noch mal zur Erinnerung:
Durch die Abgabe der direkten Arbeit in der Wohngruppe für die Straßenkinder übertragen
wir eine enorme Verantwortung auf die Mitarbeiter. Aus diesem Grund muss die Auswahl
dieser mit großer Sorgfalt geschehen. Deshalb werden wir mit den ausgewählten sieben
potenziellen Mitarbeitern und den sechs Straßenkindern, die in der Wohngruppe leben
werden, am kommenden Freitag (19.02.2010) einen 3 Tagestrip veranstalten. In diesem Trip
können wir schauen, wie das potenzielle Personal mit den Kindern umgeht und wie diese
konzeptuell arbeiten, um am Ende dann die drei Kandidaten auszuwählen, die in der
Wohngemeinschaft arbeiten werden.

Aussicht vom Dach der Wohngruppe

Aussicht vom Dach der Wohngruppe

Eine weitere tolle Neuigkeit ist, dass eines der Kinder, mit dem wir zusammen gearbeitet
haben zurück zu seiner Familie gegangen ist und dem Beruf als Rikschafahrer nachgeht.
Nun kommen wir zu dem wichtigsten Part dieser E-Mail. Da wir alle Spendengelder, die wir
bisher eingenommen haben benötigen, um abzusichern, dass die Einrichtung finanziert
werden kann, verfügen wir kaum über Geld um Einrichtungsgegenstände anzuschaffen.
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch an der Finanzierung der Einrichtung beteiligen
könntet. In folgendem ist eine Liste von Gegenständen aufgeführt, die angeschafft werden
müssen und deren Preisen. Toll wäre es wenn ihr euch etwas aussuchen würdet und den
Begriff in die Betreffzeile bei der Überweisung setzten würdet. Für die Wohngruppe an
sich kann natürlich auch weiterhin bei betterplace.org gespendet werden.

Matratzen, 8 Stück, je : 70 Euro
Decken, 9 Stück, je:         25 Euro
Kissen, 9 Stück, je:         7   Euro
Bettzeug, 9 Mal, je:         10 Euro pro Garnitur
Regale, 8 Stück, je:         5 Euro
Bastelpaket (Stifte, Farben Klebe, Schere, Säge?):         50 Euro
Bücher, Spiele und Schreibmaterialien:                        80 Euro
Sportmaterialien (Fußball, Volleyball, Badmintonschläger, Jongliermaterial): 50 Euro

Musikinstrumente:
Gitarren, 3 Stück, je:   25 Euro
Tabla, 3 Stück, je:           8 Euro
Tamborins, 3 Stück, je:   4 Euro
Djembe, 2 Stück, je:     15 Euro
Handtücher, 10 Stück, je: 2 Euro
Küchenartikel:
Teller, 10 Stück, je:           2,50 Euro
Tassen, 10 Stück, je:     1,00 Euro
Schüsseln, 10 Stück, je:  1,50 Euro
Töpfe, 4 Stück, je:       10,00- 15,00 Euro
Pfannen, 2 Stück, je:      7,00 Euro
2 komplette Garderoben für jedes Kind (Unterwäsche, Schuhe, Socken, Kurze Hose, lange
Hose, T-Shirt, Pullover)je: 20,00 Euro
PVC-Boden: Für fünf Räume wird PVC benötigt. Kosten insgesamt 100,00 Euro- Übernommen von Dr. Hohmann

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Streetwork zeigt Fortschritte

Januar Streework- Thamel/Kathmandu

Januar Streework- Thamel/Kathmandu

Weitere zwei Wochen sind vergangen. In dieser Zeit haben wir 20 Jobinterviews geführt. Rückblickend können wir berichten, dass die verschiedenen Kandidaten weitestgehend alle von der unseren Konzeptidee überzeugt waren und wir dadurch noch einmal viel Bestärkung und Zuspruch bekommen haben. Außerdem haben wir durch längere Gespräche mit den einzelnen Kandidaten fünf potenzielle Mitarbeiter, die von den Erfahrungen und Einstellungen her sehr gut für die Arbeit in der Wohngemeinschaft geeignet sind, auswählen können. Trotz der Jobinterviews haben wir die Arbeit mit den Kindern weitergeführt.
In folgendem möchten wir von einem Vorfall berichten, der am gestrigen Tag geschehen ist und welcher uns zutiefst berührt hat. Auf dem Weg zu dem Platz, an dem wir die verschiedenen Aktivitäten mit den Kindern durchführen, trafen wir an diesem Tag auf eine andere Gruppe von Straßenkindern, die mit uns kamen. So ergab es sich, dass wir die Aktivitäten an diesem Tag, welche unter anderem das Bemalen eines großen Bettlakens beinhalteten, mit zwei Straßenkindergruppen durchführten. Zum Glück wurden wir an diesem Tag von zwei Künstlern (aus England und Belgien) unterstützt, die momentan für uns volontieren.
Da wir unsere Kinder nun schon seit einer recht langen Zeit kennen und wir definitiv sagen können, dass wir ihnen vertrauen, legen wir unsere Taschen immer zu abgelegten Jacken von den Kindern. So taten wir es auch an diesem Tag. Eines unserer Kinder fragte nach einem Stift, welcher sich in Steffis Tasche befand. Da wir, wie zuvor erwähnt, den Kindern vertrauen erlaubtem wir dem Kind einfach in Steffis Tasche zu greifen und den Stift aus dieser zu nehmen. Ein Kind aus der anderen Straßenkindergruppe muss dies beobachtet haben und hat daraufhin, ohne dass es einer der Betreuer mitbekommen hat, ebenfalls in die Tasche gegriffen und Steffis Portemonai entdeckt und das darin enthaltende Geld entwendet (umgerechnet 50 Euro). Nach einiger Zeit des Spielens bestand die Nachfrage nach weiterem Wasser zum Trinken und somit entdeckten wir bei dem Blick in das Portemonai, dass das gesamte Geld entwendet wurde. Unsere Kinder bekamen sofort mit was passiert ist und von einem auf den anderen Moment wurden sie sehr nervös und sprangen buchstäblich auf, um den Dieb ausfindig zu machen. Nach ein paar Minuten kamen sie mit zwei Kindern zurück und zogen ihnen vor uns das Geld aus deren Taschen. Unsere Kinder waren so verängstigt, dass wir etwas Schlechtes über sie denken könnten, dass sie die Situation sofort klären mussten. Uns ist auf jeden Fall klar, dass es leicht für unsere Kinder gewesen wäre einfach das Geld mit den anderen Kindern zu teilen und sie sich trotzdem für die Gerechtigkeit und vor allem für das Vertrauen in uns und für uns entschieden haben.
Ein wichtiger Hinweis am Ende des Blogeintrages: Bilder von diesem Tag und weiteren können auf Flickr eingesehen werden.

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Bald geht es los!

streetwork January 2011

streetwork January 2011

Namaste,
in den letzten Tagen haben sich in Kathmandu weitere nützliche Kontakte für unsere Organisation ergeben.
Zwei Filmemacher aus den USA und Deutschland sind mit uns in Kontakt getreten, um einen Trailer, sprich eine Art Promotionvideo, über unsere Arbeit mit den Straßenkindern zu drehen. Einen Tag lang wurden wir bei diversen Aktivitäten mit den Straßenkindern von der Kamera begleitet. Anschließend wurden wir zu unserer Arbeit und dem Konzept hinter dieser interviewt. Sobald das Video geschnitten ist, werdet ihr durch dieses einen kurzen aber sehr guten Einblick in unsere Arbeit  mit den Straßenkindern aus Thamel erhalten. Das Projekt, welches hinter den Promotionvideos steht, heißt Conscious Action Network (canearth.com) und dient dazu vertrauenswürdige Nichtregierungsorganisationen mit einem Kurzfilm über ihre Arbeit zu unterstützen. Wir sind gespannt auf das Ergebnis und freuen uns darauf euch die Kinder und unsere Arbeit durch einen visuellen Beitrag vorzustellen.

In unserem letzten Blogeintrag haben wir bereits etwas detaillierter über Ramesh berichtet.
Dieser wird ab der nächsten Woche bei einer nepalesischen Familie wohnen können.
Der Einzug in die nepalesische Familie hat sich aus zwei Gründen etwas verzögert. Zum einen ist die Dame der nepalesischen Familie erkrankt und nun aber auf dem Wege der Besserung. Zum anderen kümmern wir uns im Moment mit Ramesh darum eine Citizenship für ihn zu erlangen.
Die Citizenship ist nötig, damit Ramesh bei einer Firma, die wir bereits gemeinsam mit ihm besucht haben, anfangen kann zu arbeiten. Um die Papiere, die zum Beispiel eine Geburtsurkunde beinhalten und somit für die Erstellung der Citizenship von Nöten sind, zu bekommen werden wir Ramesh nächste Woche zu seinem Onkel nach Chitwan begleiten.

Weitere Ereignisse aus den letzten Tagen sind, dass wieder ein Kind erkrankt ist. Raju befindet sich aus diesem Grund zur Zeit in ärztlicher Behandlung.
Des Weiteren werden wir am Wochenende mit der Personalanwerbung beginnen.
Wir gehen davon aus, dass wir ungefähr 20-30 potenzielle Kandidaten für die drei Jobs in der Wohngemeinschaft zu je zwei Jobinterviews einlanden werden. Am Ende werden wir uns für 5 Kandidaten für den 3 Tagestrip entscheiden. Auch die konkrete Häusersuche hat begonnen. Jedoch haben wir bisher noch nicht das passende Haus gefunden und werden somit in den nächsten Tagen fleißig weiter suchen.
Wenn sich alle anstehenden Aufgaben nach Plan bewältigen lassen, werden wir in 2-3 Wochen die Wohngemeinschaft eröffnen können.
In dem Zuge möchten wir euch noch mal auffordern uns regelmäßig durch eine Spende eurer Wahl zu unterstützen, damit keine finanziellen Engpässe auftauchen und wir nach einiger Zeit die nächste Wohngemeinschaft für weitere Kinder aufbauen können.

Rotna from the street gang in Thamel

Rotna from the street gang in Thamel

Ein weiterer wichtiger Hinweis für alle Spender bezieht sich auf die Spendenbescheinigung.
Um die Spendenbescheinigung für das letzte Jahr verschicken zu können, benötigen wir von allen Personen, die mehr als 100 Euro gespendet haben eine Anschrift. Bitte schickt uns diese umgehend zu, damit wir die Spendenbescheinigungen zeitnah versenden können.
Wir wünschen Euch alles Gute und verbleiben mit herzlichen Grüssen aus Kathmandu,

eure Leonie und Steffi

Hier der neuste Zeitungsartikel vom 9.01.2011 als PDF

Zeitungsartikel Januar Siegerlandkurier

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Ein Neues Jahr…

…ist angebrochen und trotzdem ist hier in Nepal alles relativ beim Alten gebliDSC_0540eben.
Weiterhin treffen wir uns fast jeden Tag mit den Kindern und versuchen diese durch diverse Aktivitäten trotz Kälte zu motivieren den Klebstoffkonsum einzuschränken.
Jedoch ist dies gerade zu dieser Jahreszeit sehr schwierig, da die Kälte auf der Straße ohne Betäubung kaum zu ertragen ist. Eine tolle Entwicklung hat in der letzten Zeit Ramesh gezeigt. Dieser wurde nach dem letzten Music Camp von uns begleitet und hat in einer sehr netten nepalesischen Familie einen Platz gefunden. Leider hat er sich nach einiger Zeit gegen das Leben dort entschieden und ist wieder auf die Straße gekehrt. Nun hat er in den letzten Wochen wieder Mut und Energie geschöpft und möchte einen Neubeginn in dieser Familie anfangen. Dabei werden wir ihn natürlich mit allen Kräften unterstützen und auch bei der Jobsuche wird er von uns begleitet werden.
Wenn Ihr die Kinder in Nepal auch im neuen Jahr unterstützen möchtet, besucht doch bitte unsere „Aktionsseite“ bei „betterplace“ unter folgendem Link

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Geburtstagsaktion und Arztbesuche

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Durch die großzügige Spende von 420 Euro, die durch die Geburtstagsaktion für das Projekt „Offene Kinder- und Jungendarbeit für Straßenkinder, gesammelt werden konnten, haben wir bis letzte Woche alle Kinder einmal mit komplett neuer Kleidung eindecken können.
Gekauft wurden 19 Mützen, 19 sehr dicke Pullover, 19 Hosen, 5 Paar Schuhe und Socken, 2 große Steppdecken, ein neuer Volleyball, eine Frisbee und ein Fußball.
Zudem sind wir mit 23 Kindern essen gegangen und noch mal 19 von diesen Kindern sind auf deren Wunsch ins Kino eingeladen worden.
Danke an alle, die diesen tollen Tag ermöglicht habe und zudem einen Teil dazu beigetragen haben, dass die Kinder nun im Winter warme Kleidung tragen.
Wir werden weiterhin schauen, dass die Kinder im Winter und im neuen Jahr, Saison gerechte Kleidung tragen können und hoffen weiterhin auf eure Unterstützung.
Heute sind wir mit 4 Kindern, die krank geworden sind, zum Arzt gegangen. Diese vier Kinder wurden in der Chhatrapati, Free Clinic ärztlich behandelt. Anschließend haben wir die zur Genesung erforderlichen Medikamente gekauft und sind mit den Kindern Essen gegangen. Ein Kind muss auf Grund von einer extremen Schwächung des Immunsystems nun Antibiotika nehmen, die anderen 3 Kinder haben Haut- und Augeninfektionen, die mit Tabletten und Salben behandelt werden.
Da die hygienischen Verhältnisse auf der Strasse so schlecht sind, gehen wir nun jeden Tag mehrere Male bei den erkrankten Kindern vorbei und behandeln die Hautinfektionen selbst mit den Salben. Vor allem das kalte Wetter und die rauen Bedingungen auf der Straße schwächen das Immunsystem der Kinder sehr und führen immer wieder zu neuen Krankheiten. Wir hoffen sehr, dass kein Kind ernsthaft erkrankt und wir im Krankheitsfalle immer rechtzeitig intervenieren können.