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Jübiläumspost
Jubiläum: 2 Jahre OneLoveOneWorld e.V. in Nepal
Alles begann, mit einem Praktikum. Ein Praktikum, welches Frau Theis in einem Kinderheim absolvierte und Frau York in einer Einrichtung für Leprakranke Kinder und Erwachsene. Natürlich blieb es in dieser Zeit nicht aus, dass wir uns als Sozialarbeiter auch mit weiteren Themen in Nepal und vor allem mit weiteren Projekten und Projektstrategien beschäftigten. Am Ende unseres Aufenthaltes stand, die sich immer weiter verfestigende Idee, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, um die Kindern in Nepal zu unterstützen. In Deutschland wieder angekommen gründeten wir aus diesem Grund den Verein OneLoveOneWorld.
Das erste Projekt, welches wir in dem folgendem nächsten halben Jahr in Nepal realisiert haben, war ein Music Camp für Waisenkinder und Straßenkinder im März 2010.
Die Wohngruppe für Straßenkinder
Von der anregenden Arbeit mit den Straßenkindern inspiriert, entwickelte sich die erste konkrete Projektidee – eine Wohngruppe für Straßenkinder. Das dies keine einfache Aufgabe ist, war uns von vorneherein bewusst. Jedoch wagten wir uns, nachdem wir einige Unterstützer gefunden hatten, an die ersten Schritte. Vorneherein betrachteten wir die Einbindung der Zielgruppe als so wichtig, dass wir zu Beginn nahezu jeden Tag die Kinder auf der Straße aufsuchten und Aktivitäten mit diesen durchführten. Als dann der richtige Zeitpunkt gekommen war, zogen wir mit acht Straßenkindern in ein von uns gemietetes Haus. Die erste Zeit war von außerordentlichen Turbolenzen geprägt. Für die Kinder bedeutete der plötzliche Drogenentzug und die Umstellen hin zu einem Leben in einem Haus, mit allen Verantwortungen und Aufgaben, die dazu gehören, aber natürlich auch mit der Fürsorge und Unterstützung, die sie plötzlich erfuhren, eine enorme Umstellung.
Es ist schwierig in Worte zu fassen, was vor allem alles in dem ersten halben Jahr der Wohngruppe passiert ist. Da kommen tolle Erinnerungen zusammen und gleichzeitig traurig, lustige und sehr ernste. Am Ende eines Tages oder nun auch rückblickend betrachtet gab es immer wieder Ernüchterung und Hoffnung. Ernüchterung, weil wir, auch wenn wir uns von vorneherein schon mit diesen Gedanken angefreundet hatten, einige Kindern ziehen lassen mussten. Kindern, mit denen wir lange Zeit versucht haben zusammen zu arbeiten, die aber einfach bereits so desozialisiert waren, dass wir uns eingestehen mussten, dass wir zumindest zum jetzigen Zeitpunkt diesen nicht helfen können.
Aber auf der anderen Seite stand immer die Hoffung.
Ein Kind ist zum Beispiel zu seiner Familie zurück gegangen.
Ein weiterer Jugendlicher hat unser Haus verlassen und ist nun in sein eigenes kleines Zimmer gezogen und geht einer Arbeit nach. Ein weiterer Jugendlicher ist in eine befreundete Organisation gezogen und zu guter letzt dürfen wir natürlich nicht die vier Kinder vergessen, die nun schon seit einem halben Jahr sehr stabil in unserer Einrichtung leben.
Auch konnten wir Kinder, die selbst nun nicht mehr bei uns leben in vielen anderen Angelegenheiten wie Konflikten mit der Polizei, im Krankheitsfall und emotional unterstützen. Wir sind trotz aller Rückschlage froh, dass wir einen Ort für Kinder schaffen konnten, die auf der Straße gelebt haben, die zu Hause schreckliche Dinge erfahren haben, die vernachlässigt wurden und einfach Kinder, die ein neues unterstützendes Zuhause suchen. Die Arbeit in der Wohngruppe und um die Wohngruppe herum wird nun auch auf die Aufnahme von Mädchen ausgeweitet.
Wir wollen mehr tun!
In der letzten Zeit haben wir uns sehr auf die Arbeit mit verschiedenen Communities fokussiert, um genau die Kinder zu erreichen, die nicht mehr Zuhause leben können und die unter schrecklichen Bedingungen aufwachsen müssen. Um den professionellen Anspruch unserer Arbeit gerecht zu werden hat Frau Theis eine Umfrage bezüglich der Diskriminierung von Frauen durchgeführt. In derselben Zeit haben wir einen unserer Mitarbeiter verabschieden müssen und gleichzeitig zu unserer großen Freude eine Frau einstellen können, die sich von nun an vor allem um Mädchen in Communities kümmert.
Das Outreach Projekt
Mit dem Start unseres neuen Schulpatenschaftsprojektes hat sich ein weiterer Weg gezeigt, wie man die Menschen in Nepal effektiv durch Bildungspaten unterstützen kann. Anush (7 Jahre alt), die wir zuvor bereits vorgestellt haben, geht nun seit fast zwei Monaten zu Schule. Für sie ist Alltag eingekehrt, der ihr Struktur und Sicherheit gibt. Auch die anderen Familien, die wir unterstützen sind unglaublich dankbar für die Hilfe. Vor allem die Mütter wünschen sich nichts mehr, als dass ihre Kinder Bildung erfahren und nicht das gleiche Schicksal erleiden wie sie. Die Arbeit für die Schulpatenschaften hat uns bisher bereits in Bereiche gebracht, die die meisten Menschen, die schon mal in Nepal waren, höchstwahrscheinlich noch nicht betreten haben. Momentan arbeiten wir in einem Dorf, welches von großer Armut geprägt ist, in zwei Slums und in einer Ziegelsteinfabrik. Die Mitarbeiter von OneLoveOneWorld e.V. konnten in jedem Bereich schon die ersten Schulpaten aufnehmen, die ihr auf unserer Homepage unter der Rubrik „Schulpatenschaften“ findet.
Vor allem die Arbeit mit Menschen, die bereits viel Leid erfahren haben, bedarf viel Geduld und Rücksicht. So haben zum Beispiel viele Menschen Angst Hilfe anzunehmen, da sie die Befürchtung haben, dass sie enttäuscht werden könnten und die Hilfe nach einiger Zeit einfach wieder abreißt.
Oft können die Familien gar nicht glauben dass ihre Kinder nun zur Schule gehen können. Unser nepalesisches Team und wir arbeiten nun fast täglich mit diesen Menschen, um vor allem eine gute Beziehung aufzubauen und die Kinder aufzuspüren, die bisher noch nicht zur Schule gehen können. Vor allem die Arbeit mit unserer neuen Zielgruppe hat gezeigt, dass noch viel getan werden muss. Ganz klar ist, dass vor allem Frauen und Mädchen die Verlierer in Nepal darstellen. Viele Frauen habe nie die Chance Bildung zu erfahren und müssen sogar während der Schwangerschaft hart arbeiten und beispielsweise 10 Stunden am Tag Ziegelsteine schleppen. Dazu kommt, dass häusliche Gewalt in Nepal enorm hoch ist und es einfach kaum Möglichkeiten für die Frau gibt, dieser zu entfliehen und auf eigenen Beinen zu stehen. Aus diesem Grunde arbeiten wir weiterhin an Projektideen, die die Rechte der Frau und ihrer Kinder schützen. Nun hängt es natürlich wieder von der Finanzierung ab, in welchem Rahmen sich die Unterstützung realisieren lässt.
Im Jahr 2012
Unsere Projektideen für 2012 gehen in die Richtung Kleinkinderbetreuung, Ausbildung und Fortbildungen von Frauen, und Anstoßfinanzierung durch Mikrokredite.
Bitte schaut regelmäßig auf unsere Homepage nach den Schulpatenschaften und ermöglicht mit 20 im Monat, dass ein Kind die Schule besuchen kann. Momentan warten Rojina, Simran, Anita, Anil, Ashis und Bishal noch auf einen Paten.
Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Patenschaften, die schon vergeben sind aufgrund des Datenschutzgesetzes von der Seite löschen.
Wir freuen uns jeder Zeit über Feedback und Menschen, die sich aktiv für den Verein einsetzten. Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit. Zudem werden wir uns bei euch noch vor dem Ende dieses Jahres mit Weihnachtspost melden.
Herzliche Grüsse aus Kathmandu,
Eurer OneLoveOneWorld Team
Laxmi, Rajan, Steffi und Leonie
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Aktion “Motorroller für Kathmandu”
Wir haben eben auf betterplace eine Spendenaktion gestartet und brauchen dafür deine Unterstützung.
Betterplace ist eine Plattform für soziales Engagement: Menschen, die Unterstützung brauchen, treffen hier auf Menschen, die helfen wollen. Mit unserer Aktion “Ein Motorroller für Nepal” möchten wir die Projekte des Vereins OneLoveOneWorld unterstützen, willst Du mithelfen?
Mitmachen ist ganz leicht: Mit ein paar Euro bist auch Du dabei und kannst eine richtig gute Sache unterstützen. Klicke jetzt auf den folgenden Link:
Du kannst uns jederzeit eine Email schicken und uns zu unserer Spendenaktion Fragen stellen mail@onelove-oneworld.org
Eure Leonie York und Stephanie Theis
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Schulpaten gesucht
Um die Bedeutung dieser Summe deutlich zu machen, hier eine kleine Auflistung von Preisen.
1 Kg Reis 60 RS (60 Cent)
1 Kg Tomaten 60 RS (60 Cent)
1 l Öl (130 Cent); Butter, 250g (1 €)
Als wir sie nach ihrem größten Wunsch fragten, sagte sie:
„ Ich möchte, dass meine Kinder Bildung bekommen, wie die Anderen auch “.
OneLoveOneWorld e.V. möchte Ihr helfen, indem wir die Schulbildung für die Kinder finanzieren. So bekommen die Kinder nicht nur Bildung, sondern zusätzlich wird die Mutter entlastet. Von dem Zeitpunkt an, wenn die Kinder zur Schule gehen muss sie sich keine Sorgen mehr über das tägliche Mittagessen für die Kinder machen und kann regulärer Arbeit nachgehen. Da vier ihrer Kinder nun die Schule besuchen und das Jüngste von der Schwiegermutter versorgt wird, hat sie erhöhte Chancen mehr erwirtschaften zu können und ihre finanzielle Situation zu verbessern.
Wir werden die Familie weiterhin begleiten und würden uns freuen, wenn Du eine Patenschaft übernimmst. Wir brauchen noch Paten für zwei der drei Kinder:
Melde dich bei OneLoveOneWorld e.V. und sende eine Email an mail@onelove-oneworld.org wenn du Interesse an der Übernahme einer Schulpatenschaft hast.
Rohan ist vier Jahre alt und besucht von jetzt an die Nusery Class der Secondary English Boarding School.
Ganga ist 7 Jahre alt und Jamunas (s.u.) Zwillingsschwester. Sie besucht ebenfalls von nun an die Nusery Class da sie mitten im Schuljahr angefangen hat. Ab April 2012 wird sie zusammen mit ihrer Schwester in die 1.Klasse gehen.
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Auf zu neuen Taten
Artikel aus dem Siegerlandkurier vom 04.09.2011
Über ein halbes Jahr waren die Siegenerinnen Stephanie Theis und Leonie York in Kathmandu und haben dort eine Wohngruppe für nepalesische Straßenkinder eröffnet. Nun waren sie eine längere Zeit im Siegerland, um Werbung für ihr Projekt zu machen. Nun geht es bald wieder zurück nach Nepal. Was sich in der Zwischenzeit alles getan hat, erzählen die beiden in ihrem 10. Bericht unserer Serie „Zwei Engel auf dem Dach der Welt“.
„Nächsten Monat werden wir wieder in Nepal sein und unsere Projekte direkt begleiten können. Die Zeit in Deutschland haben wir gut nutzen können um unser bestehendes Projekt „Die Wohngruppe für Straßenkinder in Kathmandu“ der Öffentlichkeit vorzustellen. Wir freuen uns über die positiven Reaktionen und über die Unterstützung, die wir bekommen, um das Projekt nachhaltig fortbestehen zu lassen. Voller Vorfreude schauen wir unserer baldigen Reise nach Nepal entgegen. Natürlich freuen wir uns vor allem darauf die Kinder, die in unserer Einrichtung leben, wieder zu sehen und zudem auch mit neuen Ideen wieder an die Arbeit in Nepal gehen zu können.
Diese Ideen beziehen sich insbesondere auf die qualitative Arbeit an unseren bestehenden Projekten aber auch auf neue Projekte die wir zur Unterstützung und Förderung der Straßenkinder umsetzen möchten. Der Verein „OneLoveOneWorld e.V.“ sieht große Erfolge in der Arbeit mit den Straßenkindern in Nepal. Wir sind ermutigt, noch mehr Kinder aufzunehmen und eine zweite Wohngruppe – eine Mädchenwohngruppe entstehen zu lassen. Zunächst werden wir mit der bestehenden Jungenwohngruppe umziehen, um mehr Platz für eine zweite Wohngruppe in einem neuen Haus zu finden. Dann werden wir unseren Fokus auf die Mädchen unter den Straßenkindern legen. Die Zielgruppe des Projektes der „Mädchenwohngruppe“ sind weibliche Straßenkinder oder Mädchen, die sich in einer problembelasteten Lebenssituation befinden und im Alter von circa 11 bis 18 Jahren sind.
Die Mädchen können aus den unterschiedlichsten Gründen in die Wohngruppe aufgenommen werden. Mögliche Gründe können Missbrauchserfahrungen, Drogenerfahrungen, Beziehungsmangel, Vernachlässigung, soziale Defizite, Verwaisung und andere sein. Vor allem Mädchen, die auf der Straße leben, sind sexuellen Übergriffen und anderen Formen von Gewalt ausgesetzt und somit benötigen gerade diese Kinder einen Lebensraum, der Schutz und Sicherheit bietet.
Die neue Wohngruppe besitzt ähnliche inhaltliche Schwerpunkte wie die der Wohngruppe für Jungen, jedoch werden auf mädchenspezifische Anliegen und Probleme im Besonderen eingegangen. Der Kontakt zu Einheimischen Organisationen die insbesondere Hilfsprojekte für Mädchen und Frauen anbieten, wurde von uns im Vorfeld hergestellt.
Spenden kommen
immer direkt an
Jetzt freuen wir uns auf einen regen Austausch über sinnvolle Unterstützungsmöglichkeiten der Mädchen in Nepal. Wir freuen uns auf eine neue Zeit, in der wir es hoffentlich wieder schaffen, ein Projekt erfolgreich umzusetzen, um auf diesem Weg der gerade weiblichen Armut in Entwicklungsländern entgegenzutreten. Wir möchten an dieser Stelle einmal darauf aufmerksam machen, dass wir uns nicht über Spendengelder finanzieren. Ihre Spende kommt auf direktem Wege bei den Kindern in Nepal an.“
Wer Interesse daran hat, die Arbeit von Leonie York und Stephanie Theis im Betrieb, in einer Schule oder einer anderen Institution vorzustellen, der kann sich unter folgender Emailadresse: mail@onelove-oneworld.org melden. Im Internet-Blog unter OneLove-OneWorld.org/blog berichten die beiden Siegenerinnen außerdem regelmäßig über ihre Arbeit vor Ort.
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Rückkehr nach Deutschland…nur für kurze Zeit
Vor gut einem Monat haben wir in Nepal unseren kleinen Abschied gefeiert. Dieser Abschied war jedoch gewiss nicht für immer, sondern lediglich für einen Zeitraum von ungefähr 3 Monaten. Zurück nach Deutschland mussten wir, um Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können und dadurch zu garantieren, dass wir die Projekte auch weiterhin finanziell absichern können. Somit befassen wir uns momentan intensiv damit Vorträge zu halten, Events durchzuführen und natürlich Geld für unseren eigenen Unterhalt in Deutschland zu verdienen. Dies ermöglicht uns dann auch wie gehabt ab September wieder ehrenamtlich in Nepal arbeiten zu können.
In der Zwischenzeit arbeiten unsere Mitarbeiter Rajan, Kedar und Rabin in der Wohngruppe in Nepal und informieren uns regelmäßig über die Entwicklung der Kinder. Unsere Schulkinder hat die Motivation und die Lernlust gepackt und diese stecken momentan sehr viel Energie und Ehrgeiz in die Schule. Fächern in denen es Probleme gibt werden individuell nach der Schule in unserer Einrichtung gefördert. Trotz der langen Schulzeit bleibt aber auch genügend Zeit zum spielen, da es nicht selten vorkommt, dass es in jeder Woche in Nepal einen Feiertag gibt und die Schule dann natürlich geschlossen bleibt. Eine weitere Angelegenheit, die uns vor unserer Abreise kleine Bauchschmerzen bereitet hat, hat sich zum positiven entwickelt. Ramesh (19), der nun seit circa 2,5 Monaten in unsere Einrichtung lebt besaß keine Ausweißdokumente, was in Nepal keine Seltenheit ist, es jedoch erschwert einen Job zu finden. Um diese Papiere beantragen zu können, musste Ramesh zu seinem Vater reisen, welcher circa 12 Busstunden von Kathmandu entfernt lebt und welchen er über eine sehr lange Zeit nicht gesehen hatte.
Ramesh wurde vor seiner Reise und während dieser intensiv von unseren Mitarbeitern begleitet, da sich alle darüber im Klaren waren, dass der Antritt dieser Reise und das Widersehen mit dem Vater eine große emotionale Belastung für Ramesh sein würde.
Umso toller ist es nun zu sehen, dass Ramesh gestärkt aus dieser Herausforderung wieder heraustritt und er nach einem langem Hin und Her und vielen Stunden Warterei nun ein stolzer Besitzer einer Identifikationskarte und somit einer komplett legalen Arbeitserlaubnis ist. Seit gestern besucht er die Fahrschule, um einen Autoführerschein zu erlangen und dadurch seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Da wir Rameshs Zuverlässigkeit und Energie in den letzten Monaten kennenlernen durften, unterstützen wir ihn voll und ganz in seinen Zukunftsplänen und freuen uns über seine Entwicklung.
Einen für uns sehr großen Erfolg haben wir im Hinblick auf eine Spendenzusage einer Stiftung erzielen können. Wir kooperieren nun mit der Ein-Zehntel-Stiftung, die uns die Finanzierung der Mahlzeiten für eine zweite Wohngruppe für 18 Monate zugesagt hat.
Wir freuen uns sehr einen Partner in dieser Sache gefunden zu haben.
Des Weiteren wurde der Verein von der Kirche in Marten nach einem Vortrag von Frau York in der Gemeinde mit finanziellen Mitteln von 670 Euro unterstützt.
Wir bedanken uns recht herzlich für das Vertrauen, welches uns hier entgegen gebracht wird.
Wenn auch Sie zur Projektfinanzierung beitragen möchten, besuchen Sie bitte unsere Homepage.
Unter der Rubrik Spenden sind verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten aufgeführt. Sowohl bei einmaligen Spenden als auch bei einem Dauerauftrag können Sie den Betrag, den sie unseren Projekten und unseren Kindern in Nepal zukommen lassen möchten, selbst bestimmen.
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Empowerment- Mädchen kommen gestärkt zurück
Soeben sind wir von dem Music Camp in Tokka nach Kathmandu zurück gekehrt. Die Aktivitäten und die Zeit die wir zusammen mit den Kindern verbracht haben waren eine schöne Mischung aus verschiedenen Spielen, Musik machen, Schmuck herstellen und vielen guten Gesprächen. Alle Mädchen waren begeistert bei jeder Aktivität dabei und schnell verliefen sich die Positionen von Betreuer und Teilnehmer und zusammen wurde überlegt welche Aktivitäten allen am meisten Spaß machen und wie wir gemeinsam eine tolle Zeit verbringen können. Insgesamt wurde viel gelacht und trotzdem wurden hin und wieder ernste Gespräche angeschnitten. Viele der Mädchen haben eine Zeit lang auf der Straße gelebt und keine Eltern mehr oder Eltern, die sich in einer Situation befinden, in der sie die Kinder nicht selber großziehen können. Trotz aller traumatischen Erfahrungen der Kinder war es toll zu sehen wie stark diese sind und was für eine tolle Organisation sich hinter NAG, in welcher die Kinder leben, verbirgt. In Zukunft werden wir weiterhin mit NAG zusammen arbeiten und hoffe, dass sich daraus noch viele hilfreiche Erfahrungen ergeben. Vielen Dank an NAG, an Dev, an die wunderbaren Mädchen und an alle Spender die diese Erfahrung für die Mädchen ermöglicht haben.
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Ein weiteres Music Camp findet statt!
Nun ist es endlich so weit, das nächste Music Camp ist komplett vorbereitet und am Freitag geht es auch schon los. Von Freitag bis Montag werden wir mit 20 Ex-Straßenkinder Mädchen ein Music Camp voller sportlichen, künstlerischen und natürlich musischen Aktivitäten durchführen. Das diesjährige Music Camp findet in Tokka statt und wird wie im letzten Jahr von nepalesischen Volontären begleitet. Der Schwerpunkt dieses Music Camps liegt auf der Stärkung des weiblichen Geschlechtes. Die 20 Kinder, die partizipieren werden, wohnen in der Organisation NAG, die seit 20 Jahren mit Straßenkindern arbeitet. Alle Mädchen haben bevor sie in diese Organisation kamen Jahre auf der Straße verbracht. Der Großteil der Mädchen hat traumatisierendes wie physischen und psychischen Missbrauch und Vernachlässigung erfahren. Das Ziel des Music Camps ist vor allem diese Mädchen in ihrem Selbstwert zu stärken und den Gruppenzusammenhalt durch kreative Aufgaben und Angebote zu fördern. Das gesamte Team, welches aus sechs Personen besteht freut sich schon sehr auf die bevorstehenden Tage und hofft auf viele tolle Momente.
Wir danken allen Spendern die das diesjährige Music Camp möglich machen. Ganz besonderer Dank geht an den Leo Club Siegen der das Music Camp mit einer grosszügigen Spende unterstützt.
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Rückführung eines Kindes in seine Familie
Zunehmend wird es nun von Tag zu Tag heißer in Nepal und die Temperaturen näher sich den tropischen an. Eines der wichtigsten Ereignisse der letzten Tage aus der Wohngruppe ist, dass wir Manoj wieder in die Wohngruppe aufnehmen konnten und mit ihm auch Biju als ein neues Mitglieder unseres Kinderhauses begrüßen durften. Da kürzlich das neue Schuljahr begonnen hat und beide Kinder den Wunsch geäußert haben in die Schule zu gehen blieb nicht viel Zeit eine passende Schule zu finden. Prinzipiell besitzen Straßenkinder in Nepal einen recht schlechten Ruf, welcher es erschwert eine passende Schule oder Ausbildungsstätte für diese zu finden. Die Schulsuche für Biju und Manoj war jedoch mit Glück verbunden und die Dorfschule in Naikap, der Ort in dem sich die Wohngruppe befindet, zeige sich kooperativ. Somit konnten wir dort die beiden Kinder vor 10 Tagen in die Schule einschreiben. Das ganze Prozedere war natürlich von beiden Seiten mit viel Aufregung verbunden. Die Aufregung der Kinder bestand primär darin neue Kinder kennenzulernen, Schulbücher zu kaufen und nun jeden morgen stolz die Schuluniform anzuziehen. Die Aufregung der Betreuer war auf die Sorge zurück zu führen, dass den Kinder die Schule nicht zusagen könnte und diese sofort wieder aufgeben. Bisher verläuft jedoch zumindest alles zu einer allgemeinen Zufriedenheit und Manoj und Biju haben sich nun schon 5 Mal morgens auf den Weg zur Schule gemacht und sogar schon ein bisschen was in Mathe und englisch gelernt.
Ein weiteres positives Ereignis aus der letzten Woche ist, dass Bikash sich dazu entschieden hat zurück zu seiner Tanten und seinen Onkel zu ziehen. Bikash verlor seine Eltern bereits in seiner Kindheit und wuchs deshalb vorwiegend bei seiner Tante und seinem Onkel auf.
Vor drei Jahren verließ er seine Tante und seinen Onkel und traute sich als Stigmatisiertes Straßenkind in all den Jahren nicht zu diesen zurück zugehen. Die Mitarbeiter der Wohngruppe begleiteten Bikash bei seinem ersten Besuch seiner Familie. Danach ging er jeden Samstag alleine zu diesen. Bei seinem letzen Besuch hat er sich dazu entschieden wieder bei seiner Familie zu wohnen und in dem Familienunternehmen seines Onkels zu arbeiten. Natürlich stehen trotzdem zu jeder Zeit unsere Türen für Bikash offen und auch werden wir ihn weiterhin in schwierigen Angelegenheiten begleiten und unterstützen.
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Eine turbulente Zeit
Die Mitarbeiter der Wohngruppe haben in der letzten Zeit sehr intensiv mit den Kindern in Richtung Jobsuche, in der Begleitung bei Familienbesuchen und familiären Angelegenheiten und persönlichen Konflikten zusammen gearbeitet. Diese intensive Zusammenarbeit und Konfrontation mit verschiedenen Problemen hat beide Seiten viel Anstrengung gekostet.
Alle Kinder sind relativ unterschiedlich mit dieser Anstrengung umgegangen. Somit ging der ein oder andere durchaus positiv gestärkt aus den verschiedenen Situation heraus und im Kontrast dazu hatte manch einer große Probleme sich überhaupt auf die kleinsten Überlegungen und Problemlösungsversuche einzulassen. Zunehmend zeichnete sich aus, dass die Gefahr besteht, dass die Gruppe wie sie am Anfang in das Haus gezogen ist, sich spalten würde. Unsere Mitarbeiter setzten alles daran die Kinder zu motivieren, die immer größere Probleme zeigten, sich auf das Leben in der Wohngemeinschaft einzulassen und einige Stunden am Tag eine Ausbildung zu besuchen. Leider gelang dies nicht mit allen Kindern und drei Kinder habe am letzten Freitag das Haus verlassen.
Alle fünf Kinder, die in der Wohngruppe geblieben sind haben sich dadurch noch mal konkret gegen das Leben auf der Straße entschieden. Zwar sind wir auch ein wenig traurig, dass die anderen Kinder das Haus verlassen haben und trotzdem freuen wir uns auch sehr, dass die gebliebenen Kinder mittlerweile so stark sind. Das Selbstvertrauen, welches diese Kinder bisher entwickelt haben und die Kraft mit der sie der Herausforderung, nach der langen Zeit, die sie auf der Straße verbraucht haben doch noch ein anderes Leben zu wagen entgegen treten, beeindruckt uns enorm. Alle Kinder, die momentan in Naikap leben besuchen nun tagsüber eine Ausbildung außerhalb des Hauses und haben begonnen einen Sinn darin zu sehen sich zu qualifizieren und sich selbst etwas zu zutrauen. Dadurch, dass die Kinder tagsüber außer Haus sind hat sich für uns und unsere Mitarbeiter eine neue Chance ergeben unsere Straßenarbeit mit den restlichen Kindern von Thamel zu erweitern. Dazu wird nun ein neues Konzept, welches vor allem den Verbindungsaufbau zwischen den Kindern und den Eltern der Kinder und eine Reintegration in die Familie darstellt, verfolgt. Durch die Arbeit in der Wohngruppe, die auch auf die Kontaktaufnahme mit den Verwandten hinauszielt wurde noch mal deutlich wie wichtig es ist die Familie in die Arbeit mit einzubeziehen. Wir sind uns sicher, dass es für mache Kinder die Möglichkeit gibt wieder zu ihrer Familie zu finden, wenn dies in einem guten Maße von unseren Mitarbeitern begleitet wird. Die Reintegration eines Kindes in die Familie wird in jedem Falle mit der Vermittlung des Kindes in eine Ausbildung und einer konstanten Begleitung einhergehen.
Leider gehörte auch Manoj über welchen wir beim letzten Mal berichtet haben zu den Kindern, die das Haus verlassen haben. Momentan befinden wir uns auf der Suche nach einer Familie für Manoj, da wir der Meinung sind, dass dieser zurzeit sehr viel Aufmerksamkeit braucht und dies in einer Wohngemeinschaft, aufgrund der Gruppenhierarchie, nicht in dem Maße möglich ist wie in einer Familie.
Zum Ende dieses Artikels möchten wir Euch darüber informieren, dass wir (Stephanie Theis und Leonie York) uns von Juni bis September in Deutschland befinden werden, um Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und hoffentlich so viele Spendengelder zu sammeln, dass wir im Oktober eine zweite Wohngemeinschaft eröffnen können. Gerne nehmen wir Vorschläge zum Thema Fundraising entgegen. Wenn Sie einen privaten Termin bezüglich Informationen über das Projekt oder der Übernahme einer Patenschaft erhalten möchten schreiben Sie uns bitte eine Email. Sie werden in dem Falle über unseren Blog über diverse Informationsveranstaltungen informiert.









